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Abfallvermeidung mit Wiederverwendung

Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Jede Aufbereitung von Abfällen zur weiteren Nutzung über ein Recycling benötigt Energie, verursacht Kosten und Emissionen, verbraucht und verschmutzt Wasser.

Abfälle, die noch als Wertstoffe dienen könnten, sollten nicht als Restmüll in der grauen Tonne enden. Dazu bedarf es aber ausreichend großer Wertstoff- und kleiner Restmüllbehälter, möglichst nah am Haus.

Was aber kann der einzelne Haushalt zur Abfallvermeidung beitragen? Schon beim Einkauf lässt sich Einfluss darauf nehmen, wie viel Abfall letztlich produziert wird.

  • Auf Qualität und Menge achten:
    Billig ist nicht immer günstig. Daher bewusst günstig kaufen, das heißt, auf Qualität achten.
  • Lebensmittel:
    Nur soviel Lebensmittel kaufen, wie auch verbraucht werden können, bevor sie verderben. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf verpackten Lebensmitteln ist kein Verfallsdatum. In der Regel sind sie auch nach Ablauf dieses Datums noch verzehrfähig. Mindesthaltbarkeitsdaten gelten in erster Linie für den Handel.

    Wie viel Geld und Energie landen durch das Ensorgen von Lebensmitteln tagaus tagein in der Mülltonne?
    "Der Resterechner" der Verbraucher Initiative e.V., Berlin
    rechnet es vor.
  • Beutel & Körbe:
    Wer Beutel, Körbe oder Klappkästen dabei hat, benötigt im Supermarkt keine Plastik- oder Packpapiertüten. Plastiktüten lassen sich aber auch weiterverwenden als Hygienebeutel oder Mülltüte in Bad und Küche statt entsprechender Spezialangebote.
  • Verpackungsarm einkaufen:
    Käufe auf dem Bauernmarkt sparen Verpackungsmaterial. Obst und Gemüse lassen sich auch abonnieren. Auch die Supermärkte bieten Fleisch, Fisch, Käse, Obst und Gemüse an Frischtheken an, man spart die sperrige Plastikverpackung. Der Getränkeeinzelhandel hat Mehrwegflaschen im Umlauf, während Discounter mitunter nur Einwegflaschen anbieten.
  • Mehrweg statt Einweg:
    Einweggeschirr, -besteck, -tischdecken oder gar Einweggrills möglichst vermeiden. Wem Coffee-to-go zusagt, der könnte mit eigenen „Dauer-to-go-Bechern“ aus Kunststoff oder Porzellan Zeichen setzen. (Primär-) Batterien werden nach einmaligem Gebrauch schon zu Abfall, Akkumulatoren (Akkus) lassen sich dagegen so lange wieder aufladen, bis auch deren Ladekapazität verbraucht ist. Für manche Geräte sind jedoch Primärbatterien vorgeschrieben.
  • Gut Erhaltenes länger nutzen oder einer Wiederverwendung zuführen:
    Karitativ-gemeinnützige Organisationen (KGOs) sind über die Spenden gebrauchter Kleider, Möbel und mehr dankbar, die sie gerne weitervermitteln. Von der Spende profitieren direkt oder indirekt Mitbürger, die andernfalls vom Konsum weitgehend ausgeschlossen wären. In derlei Kaufhäusern kann eigentlich jeder etwas finden, ähnlich dem Flohmarkt.
  • Gemeinsam nutzen:
    Zeitungen, Magazine und Illustrierte, Gartengeräte, die man nicht laufend braucht, vielleicht auch das Auto etc. lassen sich auch gemeinsam nutzen. Letztere beiden könnten auch von Fall zu Fall ausgeliehen werden. So steht weniger rum, wird weniger zu Abfall.