Heiße Asche
Ob mit Holz(kohle) gegrillt oder Holz im (Kachel-)Ofen verbrannt wird, bleibt Asche übrig. Auch Kohle führt bei der Verbrennung zu Asche.
Selbstverständlich ist es, keine glühende Asche in die (Plastik) Mülltonne einzufüllen. Schwieriger wird die Bewertung, wenn die Asche bereits hellgrau an der Oberfläche ist und seit dem Abbrennen schon ein paar Stunden vergangen sind. Hat die Asche nämlich noch versteckte Glutnester und ist nicht vollständig ausgekühlt, kann sie andere Abfälle in der Mülltonne immer noch entzünden. Eine „verschmorte" Mülltonne ist dann das kleinere Problem. Die Feuerwehreinsatzberichte beschreiben oft auch größere Einsätze vom Hausbrand bis hin zum Bunkerbrand in der Müllverbrennungsanlage. Untersuchungen der Schadensversicherer haben ergeben, dass die Aschen bis zu drei Tage lang noch ausreichend heiß sein können, um Brände auszulösen.
Händische Entnahme der Asche, Verwendung eines Staubsaugers, Umfüllen heißer Asche
Bevor die Asche aus dem Grill oder Ofen entnommen wird, sollte sie, falls möglich, vollständig abgekühlt sein. Hilfreich kann es sein, die Asche noch im Grill/Ofen zunächst vorsichtig zu verteilen und auf noch vorhandene Glutnester zu überprüfen. Die Asche kann auch möglichst staubfrei (windgeschützter Bereich) in einen nicht brennbaren Behälter z.B. aus Metall umgefüllt werden und hierbei abkühlen (Ascheeimer). Zum Entnehmen der Asche kann auch ein sog. Aschestaubsauger verwendet werden. Beachten Sie die Herstellerangaben, ob der Sauger für kalte oder auch heiße Asche geeignet ist. Offene Metall-Sammelbehälter z. B. mit noch heißer Asche sollten abdeckt werden, damit beim weiteren Umgang keine staubigen Ascheverwehungen auftreten. Es ist darauf zu achten, dass der Ascheeimer während der Ausglühphase nicht neben oder auf schmelz- und brennbaren Materialien, z. B. Kunststoffgegenständen steht.
Vom Einsatz des normalen Staubsaugers ist abzuraten, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich in der Asche noch heiße Glutnester befinden, die dann z. B. im Staubsaugerbeutel zu einem Brand führen.
Entsorgung
Zur Vermeidung einer Staubbildung sollte vollständig erkaltete Asche vorsichtig z. B. mit einer Schaufel in eine Papiertüte eingefüllt und in die Restmülltonne gegeben werden.
Eine Direktausbringung von Aschen als Dünger im eigenen Garten oder Einbringung in den eigenen Komposter oder Komposthaufen wird nicht empfohlen. Je nachdem, wie hoch belastet die Asche ist und der zur Ascheausbringung vorgesehene Boden mit Bepflanzung bereits mit Nährstoffen versorgt ist, sind Schadstoffanreicherungen und eine Überdüngung befürchten. Damit es nicht dazu kommen kann, müssten aufwendige im Vergleich zum potenziellen Nutzen nicht sinnvolle chemisch-analytische Analysen in Auftrag gegeben werden.
Auch eine Entsorgung über die Biotonne kann nicht empfohlen werden. Aschen gehören im Allgemeinen nicht zu den in der Biotonne zulässigen Materialen.
Detailfragen zur Ascheentsorgung vor Ort kann die Abfallberatung beantworten.
Weiterführende Informationen
- Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V: Brände durchGlut und "heiße Asche"
- infoBlatt: Holzaschen
- Umweltbundesamt: richtig heizen (siehe auch z.B. Ratgeber Heizen mit Holz beim Umweltbundesamt)
- Umweltbundesamt: Umweltfreundlich und gesund grillen: vorzugsweise fleischarm und mit Elektrogrill
- LfU: Heizen mit Holz in Kaminöfen
